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Die 10… originellsten Styling-Tipps von Wolfgang Joop

10. Mai 2015
Amüsant, entertaining und very Wolferl Joop mit spitzer Zunge: Sein neues Buch „Dresscode – Stilikonen zwischen Kult und Chaos“ (Verlag Gräfe und Unzer, 17,99 Euro ; übrigens auch mein Verlag, bei dem ich „Wellness“ und „Beauty“ publizierte). Aus der Serie: 10 Dinge, die... Wir zitieren daraus die zehn originellsten Styling-Tipps, die zwischen denglischen Fashion-Esperanto und knackiger Analyse oszillieren. Joops Motto: „Why don't you? Unterhaltet uns!“   Unterstreicht vermeintliche Problemzonen! Das macht euch interessant.   Röcke stets mit nackten Beinen tragen. (Beide Tipps aus dem Kapitel zu „Madame très cool Carine Roitfeld“)   Hochgeschlossen statt freigelegt. Das wirkt smarter. (Dos and Donts zum „Highschool Girl Alexa Chung“)   Vermeidet beim Sytling alles, das auf –esk endet: clownesk, burlesk, grotesk, karnevalesk, etc.. (Zu „Smart Girl Lena Dunham“)   Tretet im Doppel auf und ihr bekommt noch mehr Aufmerksamkeit. ( Zu den „Bohème-Girls Virginie und Claire Courtin-Clarins)   Farben, Farben, Farben und eine Schmucksammlung im Format eines Völkerkundemuseums statt Rentnerbeige und Funktionsmode. Frei nach Donatella-Bling-Bling-Versace: „Less ist not more. Less is less.“. (Zum Kapitel über „Anti-Aging-Lady Iris Apfel“)   Verbündet euch mit anderen It-Girls. That's very upper-classy. Stuten beißen nur andere Pferde. (Zu „High Society-Girl Lauren Santo Domingo“)   Verwelkte Handrücken bedecken oder mit großen Klunkern schmücken. (Über „Fashion-Kumpel Diane Keaton“)   Geht mit geflochtenen Haaren ins Bett. Geöffnet wird man am nächsten Tag denken, ihr hattet den besten Sex eures Lebens. (Zu „Existentialismus-Girl Caroline de Maigret“).   Konservative Fashion geht nur in Schlank. Couture ist für Lady Gaga oder Problemfiguren erdacht. ( aus dem Kapitel über „No-Drama-Queen Kate Middleton“)
Wolfgang Joop, Styling-Tipps. Carine Roitfeld, Kate Middleton, Versace, dresscode

Black Beauty - da wird man grün vor Gesundheit

01. Mai 2015
image011     Die Zukunft ist schwarz, wenn es nach den Heilsbringern geht. Konkret: Aktivkohle wird den Green Smoothies beigemischt oder mineralhaltige Vulkanerde dem Mineralwasser. Soll irre gut sein für die Schönheit. Der, herrjemine schon wieder ein neuer, Trend: Schwarz ist das neue Grün. Da gibt es ein neues Mineralwasser, schwarz wie die Sünde, aber angeblich megagesund. Name: blk. 1 Liter kostet 4,90 Euro. Geschmacksneutral, aber voller Power, einfach mal ausprobieren: http://www.blkblog.com. Astrid Purzer, meine Guruesse, hat was neues im Programm: Detox-Drinks mit Aktivkohle. Der kohlrabenschwarze  Anti-Aging-Helfer bindet Gifte, Gase und Säuren wie ein Schwamm und verhindert so deren Aufnahme in die Zellen. Obwohl es erst seit kurzem der „latest beauty craze“ im Kosmetikbereich ist und von Hollywood-Stylisten als eines der „best-kept-secrets“ galt, wird Aktivkohle bereits seit Jahren erfolgreich in der Medizin eingesetzt und hat sich dort als effektiver Viren- und Bakterien-Fänger bewährt. Für Gwyneth Paltrow war es der „best juice cleanse“, Salma Hayek hat es gleich in ihrer eigenen Juice-Firma eingeführt und U.S.-Celebrities schwören beim Red-Carpet-Detox drauf: Aktivkohle ist das Beauty-Secret du jour. „Das Geheimnis von Aktivkohle liegt – im Vergleich zu herkömmlicher Kohle – in ihrer Aktivierung mit Sauerstoff“, sagt Detox-Expertin und Detox Delight Gründerin Astrid Purzer. „So werden Millionen kleine Poren zwischen den Kohlenstoffatomen gebildet. Die Oberfläche der Kohle wird vergrößert und wirkt durch Adsorption wie ein natürlicher Magnet auf Giftstoffe. Wenn die Schadstoffe die Kohlepartikel passieren, lagern sich diese an den Poren an und werden so aus dem Körper geschleust. Zellen werden effektiv vor Giftstoffen geschützt, Übersäuerung verhindert und Anti-Aging-Prozesse unterstützt." Übrigens im Helene-Fischer-Trend: Voll vegan! (Siehe Beitrag: Whatever happened to Sex, Drugs ans Rock'n Roll). https://www.detox-delight.de/de/deutschland/muenchenimage001     image009      
Smooties, green, Black, Detox

10 Dinge… für ein besseres Leben

16. März 2015
Uschkas Listen, jetzt im blog.  
  1. „Die Zeit, die Du genussvoll und mit Vergnügen verplemperst, ist keine verplemperte Zeit“ (John Lennon).

    Magic Magic
  1. „Don't think about the Kardashians. They are living happily without you“ – Was schert Sie der Kardashian-Clan? Der lebt glücklich und froh wie der Mops im Paletot – ganz ohne Sie. Konzentrieren Sie sich nur auf sich selbst. Was ist Ihnen wirklich wichtig und nahe – Familie, Freunde und vor allem: Ihr ureigenes Leben. Wie wollen SIE Ihr Leben gestalten?

  1. Lesen Sie mal wieder Michel de Montaigne: „Wie soll ich leben?“ Eine Frage und 20 Antworten.

    Buchtitel Montaigne
  1. Suchen Sie sich einen guten (Änderungs-)Schneider. Der muss so eine Koryphäe sein wie ein Chirurg, dem Ihr Leben anvertrauen würden. Sagte Diana Vreeland über Mode und Kleidung:: „It's always about people's lifes. A new dress doesn't get you anywhere. It 's the life that you are living in that dress.“

    China China
  1. Singen Sie! Die neurologischen Vorgänge dabei im Gehirn sind zu komplex, um jenes Phänomen in diesem Rahmen zu besprechen. Fakt ist: Auch wenn man down ist, den blues hat, einsam ist etc. – einfach Melodien summen, singen, jodeln, brummen, jauchzen, pfeifen, das baut ungemein auf.

  1. Die Natur ist göttlich. Ziehen Sie Tomaten auf dem Fensterbrett, verteilen Sie Blumensamen-Mischungen auf Verkehrsinseln, betreiben Sie Guerrilla Gardening an verbotenen Plätzen. Und beobachten Sie, wie aus kleinen Samen Leben erwächst.

    Red Red
  1. Ganz großes Nono: Sich nie mit anderen vergleichen! Distanziertes Beobachten, nix persönlich nehmen und möglichst nicht urteilen. Nun ja, Buddhismus muss man sich halt auch leisten können. Aber: Versuch macht kluch und die Horde schreiender Affen in der Birne (so beschreiben Weise den Stress im Gehirn, die Unruhe) beruhigt sich. Macht glücklich(er).

    travel travel
  1. Probleme erledigen. Sich manchmal von selbst. Abwarten lohnt sich. Manchmal mehr als man glaubt. Hysterie ist was für Hollywood.

    Peonies Peonies
  1. Im Alter bekommt man das Gesicht, das man verdient, wusste schon Coco Chanel. Diana Vreeland meinte zu dem Thema: Ein ausdrucksstarkes Gesicht ist nicht nur eine Frage guter Knochenstruktur, sondern eine des Geistes, eine des Denkens!

    Piaget-Rosen Piaget-Rosen
  1. Endlich mal eine Journalisten-Weisheit, die man auch im wahren Leben anwenden kann: Du sollst nicht langweilen. Schon gar nicht sich selbst. Wenn eine Geschichte schnarch ist: umschreiben im Kopf. Das Leben ist Amusement (was wir von Italienern – dolce vita, und Franzosen lernen – joie de vivre, lernen können; QED.)

 
Superman, Zeitung, arbeitskos

Licht am Ende des Tunnels

02. Mai 2010
Ein kleiner Aphorismus für zwischendurch von Erich Fromm: "So long as we are motivated more to have than to be, we shall continue down the tunnel of consumerism. We shall do so, despite knowing that the light at the end of the tunnel is not the sun; it is the train."

Leo, Sigourney, Cameron? Lieblingsstar zu versteigern!

02. April 2010
Einmal mit der amerikanischen Filmdiva Candice Bergen durch den Central Park schlendern? Oder lieber mit "Californication"-Star David Duchovny über Übersinnliches, X-Akten und L.A. beim Lunch plaudern? Man könnte natürlich auch ein Tête-à-Tête mit der unvergleichlichen Sigourney Weaver (erstes Foto) präferieren, um mit ihr eine private Vorführung von "Avatar" zu genießen. Vera Wang (die schönsten Hochzeitskleider Amerikas, by the way; Foto 2) wiederum verlockt mit einem unvergesslichen Einkauftripp: In ihrer New Yorker Boutique darf man sich mit ihr gemeinsam aussuchen, was das Herz begehrt (Wert: 10 000 Dollar!). Mit einem einmaligen Engagement ruft das Auktionshaus Christie's am 22. April, dem Tag der Erde, erstmalig in New York die Umweltschutzauktion Green Auction aus. Unterstützt wird Christie’s dabei von NBC Universal, Barneys New York, dem Online-Auktionator Charitybuzz.com und einem beispiellosen Aufgebot an internationaler Prominenz – darunter Leonardo DiCaprio , Harrison Ford, Tobey Maguire, Salma Hayek, Candice Bergen, Ed Norton, Evelyn Lauder, Alec Baldwin, Zaha Hadid, Sam Waterston, Matt Lauer, Brooke Shields, Sigourney Weaver, Cameron Diaz , Ted Danson, Kyra Sedgwick, James Taylor und Michael Stipe. Der Erlös der Abendauktion, die Chevy Chase als Master of Ceremonies leiten wird, wird zusammen mit den Einnahmen aus der Online-Auktion - siehe www.abidtosavetheearth.org - die Christie's in Kooperation mit Charitybuzz.com vom 8. April bis 6. Mai durchführen wird, vier bedeutenden Umweltorganisationen zugute kommen: Oceana, Natural Resources Defense Council, Conservation International und Central Park Conservancy. Die Auktion/Aktion steht unter dem Motto: "A bid to save the earth”. Außer den Begegnungen mit celebrities stehen Lose zur Versteigerung die Ihresgleichen suchen: Kunstwerke von cool artists wie Damien Hirst ebenso wie Schmuck und Traumreisen zu exklusiven 5-Sterne-Destinations. Wer einen Tag am Film-Set mit dem "Sexiest man alive", Hugh Jackman, verbringen möchte, oder lieber Blondie Owen Wilson live beim Dreh seines neuen Films "Hall Pass" erleben möchte : Bei der sogenannten stillen Auktion kann man vom 8.  April bis 4. Mai ( siehe http://www.charitybuzz.com/auctions/ABidtoSavetheEarth) die Lose ansehen und mitbieten. Wer am 22. April, dem, Earth Day, nicht in New York live dabei sein kann, kann sich via Christies LIVE™ online einklinken. Der Christsie's online-Katalog ist ab 8. April einsehbar. Voilà!

What a Schnabulous world!

27. März 2010
Size matters - für den schillernden Künstler Julian Schnabel darf alles etwas größer, gewaltiger, grandioser sein. Ob seine umstrittenen broken plate paintings, die er performanceartig mit vollem Körpereinsatz inszenierte und für die er in den 80ern des vergangenene Jahrhunderts berühmt wurde; ob seine Filme, die er seit Mitte der 90er inszenierte ("Basquiat", "Before the night falls"): Für "Schmetterling und Taucherglocke", der Geschichte eines Mannes mit locked in syndrome, erhielt er sogleich einen Regie-Oscar. Und nun dies: Wie einige weltberühmte Fotografen vor ihm (u.a. William Wegman, Joyce Tenneson, David Levinthal, Chuck Close und Greenfield- Sanders) entdeckte Schnabel die Reize einer gigantischen Vintage-Polaroid-Kamera aus den 7oer Jahren, die, auf einen Rollwagen montiert, so groß ist wie ein amerikanischer Kühlschrank. Es entstanden brilliante Kontaktbilder - in Farbe und Schwarz-Weiss. Die Bombast-Polaroids (50 x 60 cm) werden jetzt zum ersten Mal in Deutschland präsentiert: Zeitgleich zeigen Bernheimer Fine Art Photography (Juni 2010, Galerieräume in München, Brienner Strasse) und das NRW Forum Düsseldorf (Museumsausstellung: 30. Mai bis 11. Juli 2010) die Ausstellung „Julian Schnabel – Polaroids: A Private Eye“. Die großformatigen Arbeiten bei Bernheimer sind überwiegend unveröffentlicht und noch nie zuvor zum Verkauf angeboten worden. Die einzigartige Auswahl von rund 50 Photographien zeigen charismatische Portraits von Künstlerfreunden wie Lou Reed und Takashi Murakami, Mickey Rourke, Christopher Walken und Placido Domingo - privat und poetisch der Blick auf seine Kinder. Zu den Highlights zählt eine Reihe sehr unterschiedlicher Selbstportraits, aufgenommen in seinen Studios oder in seiner privaten Umgebung. Darüber hinaus hat Schnabel in den letzten Jahren in seinen Studios in Manhattan, Brooklyn und Montauk photographiert, seine Gemälde und Skulpturen, und die privaten Räume seines spektakulären Palazzo Chupi (ⓒ Julian Schnabel; Foto oben: Ausriß aus „The Brooklyn Paper“ anlässlich einer Charity-Auktion 2009, bei der der abgebildete Pyjama versteigert wurde.) Die Arbeiten für die Ausstellung der Galerie Bernheimer hat die Kuratorin Petra Giloy-Hirtz gemeinsam mit Julian Schnabel und in Absprache mit Blanca Bernheimer direkt im Studio des Künstlers in New York die Arbeiten ausgewählt. Im Prestel Verlag erscheint dazu eine Monographie zu Julian Schnabels Polaroids. Dass die Welt bisweilen für Schnabel eine riesige Pyjama-Party ist, hat der Künstler immer wieder gezeigt: Seine bevorzugte Arbeitskleidung (siehe Foto oben), ein Schlafanzug, wurde zu seinem Markenzeichen. Was viele nicht wissen: Schnabels Frau Olatz betreibt in New York ein Ladenjuwel, in dem man neben Pyjamas auch die exquisiteste Nacht- und Tischwäsche erstehen kann (siehe website unten).

Frauenversteher 2.0: Thierry Mugler launcht womanity.com

10. März 2010
"Mein einziges Maß ist die Maßlosigkeit", sagte er einmal über sich. Nein, den Mann ein Genie zu nennen, wäre eine unverschämte Untertreibung. Für seine Entourage ist Genie das Synonym für Thierry Mugler und sie wird nicht müde, Namen und Attribut in einem Atemzug zu nennen, Thierry-Genie-Mugler. Erfahren konnte man dies am Weltfrauentag (am 8. März war übrigens das 100jährige Jubiläum) u.a. in der Bar des Münchener P1. In sechs verschiedenen Ländern wurde eine bunte Liste von online-affinen professionalistas zu einer elitären Launch-Party eines besonderen Produkts eines besonderen Couturies gebeten: der ewige Frauenversteher ("In jeder Frau steckt eine Göttin. Die versuche ich hervorzulocken") hat diesmal kein Motorrad-Bustier für Beyoncé kreiert (siehe Foto; by Peter Lindbergh; Bühnenfoto: David X PruttingPatrickmcmullan.com), kein neues Engels-Parfum, keinen neuen dreidimensionalen shiny Lipgloss (Mugler-Kosmtik-Linie): Mugler steigt in die unendlichen Weiten des worldwideweb und flirtet - ganz zweinullig - mit seinen zahllosen weiblichen Fans online. www.womanity.com soll, so seine Vorstellung "ein Band knüpfen zwischen Frauen, um Träume, Geschichten, Ideen und Meinungen auszutauschen". Seit gestern laufen Banner und Teaser 260 Millionen mal durch die virtuelle Datenwelt, denn Ende 2010 sollen sich 6,5 Millionen Besucherinnen der community angeschlossen haben. Der ami des femmes: "Frauen sollen von Frauen lernen. Nicht von Männern." Das Projekt möchte er (holzmedienmäßig) 2011 als Buch veröffentlichen. Der 61jährige hat schon immer polarisiert, das ist sein Konzept, seine Marken-DNA. Wenn es um die Umsetzung seiner Ideen geht, ist er furchtlos. Als er Anfang der 90er sein Parfum Angel auf den Markt brachte, gab es sofort zwei Lager: Diejenigen, die den schwitzeligen Naschkatzen-Duft abscheulich fanden. Und jene, die ihm bis heute süchtig verfallen sind. Der gebürtige Straßburger schuf nicht nur eines der erfolgreichsten Parfums aller Zeiten, sondern auch eine neue Kategorie, die Gourmand-Düfte. In die Annalen der Modegeschichte wird Mugler eingehen als Taktgeber der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ( deren Revival jetzt in den Nullern des 3. Jahrtausends kurioser Weise als stylistische Erleuchtung gepriesen wird). Mit seinen Sci-Fi-Entwürfen und Bondage-Fantasien prägte er einen Zeitgeist, von dem sich heute wieder viele junge Talente inspirieren lassen (vor allem in der Modefotografie). Sein Mode-Credo: "Bequemlichkeit? Tragbarkeit?  Was ist das schon im Vergleich zum Gefühl des Selbstvertrauens!" Mugler  ist Impresario seiner eigenen Lebens-Oper. Er begann als (Ballett)-Tänzer im Alter von 14 Jahren, ist Choreograph, Regisseur ("Too funky" - George Michael), Visionär (Cirque du soleil), Fotograf. Einem ondit zufolge soll er dem legendären Helmut Newton bei einem seiner Modekampagnen-Shootings so lange Anweisungen gegeben haben, bis dieser die Kamera niederlegte und sagte: Machen Sie's doch bitte selbst. Bref: Er tat's und wurde in der Folge sogar als vom Primus Peter Lindbergh als inter pares anerkannt. Der Mann, der Frauen als Sonnengöttinen verehrt ( siehe Kampagne für den Duft "Alien", links), sagt Sätze wie : "Ich möchte, dass die Welt für eine Sekunde den Atem anhält, wenn eine Frau in einem meiner Kleider den Raum betritt". Der Satz einer Diva, die das Prinzip einer Diva ins neue Jahrtausend tragen möchte. Behilflich bei dem Unterfangen ist eine Liste von A-team-Agenturen: *       Johannes Leonardo, eine preisgekrönte New Yorker Branding- und Multimedia-Werbeagentur, entwickelte das Konzept zu womanity.com *       Microsoft Advertising wurde mit der technischen Entwicklung der Webseite betraut, um ergonomische Leistungsfähigkeit und hohe Besucherfrequenz zu gewährleisten (MSN und Windows Live haben über 500 Millionen User in der ganzen Welt). Microsoft Advertising ist zudem für die redaktionelle Strategie und die Moderation der Seite verantwortlich. *       Maxus ist eine Medienagentur der GroupM (WPP), erfahren in internationaler Kommunikation, ist für die Strategieberatung und Projektkoordinierung zuständig. *       Balistik*Art ist eine auf digitale Werbung in der Luxusbranche spezialisierte Pariser Agentur, die von zwei früheren kreativen Mitarbeitern der Gruppe Publicis gegründet wurde. 2009 erhielt das Unternehmen unter anderem den Grand Prix des Magazins Stratégies für Luxusmarken. Balistik*Art ist mit der strategischen Umsetzung der digitalen Werbung betraut. Eine der interessanten (realwirtschaftlichen) Ideen: Frauen können in der community nicht nur quasseln und sich international vernetzen, sondern aktiv an der Entwicklung neuer Mugler-Produkte teilhaben. Was man bisher als Produktbeilage unter der Rubrik "Zirkel" fand, wird jetzt auf direktem Wege genutzt. Die Kundinnen-Gemeinschaft kann ihr feedback direkt an Monsieur Mugler senden. Hommage an die Göttin Frau: 

Alles in Buddha?

05. März 2010
Holy Moly - sweet Jesus! Buddhismus ist was für Leute wie Richard Gere. Ich kann mir das leider nicht leisten. Trotzdem bin ich ein Fan von Deepak Chopras Interpretationen des persischen Dichters Rumi, der mutmaßlich die schönsten Liebesgedichte der Welt verfasst hat. Vertont zu finden auf "A gift of love" - gesungen/gesprochen u.a. von Madonna, Goldie Hawn, Martin Sheen und Demi Moore - die CD begleitet mich seit Jahren und hat einen Sonderplatz auf meiner ipod-Liste. Nachdem Deepak Chopra (Ayurveda-Arzt und Promi-Guru der Hollywoodianer) und ich  uns nun auf Twitter followen (sagt man da so?), habe ich mich dazu hinreissen lassen, die Nachfolge-CD auf amazon zu bestellen. Es interpretieren u.a.: Christy Turlington, Sinead O'Connor und Milla Jovovich. Jetzt packt mich gerade der Kitsch-Grusel...ich hoffe auf ein buddhistisches Happy-End.

Mehr vom Leben!

04. März 2010
"Unser Ziel ist es, Sie herauszufordern, Sie zu provozieren, zu dazu zu inspirieren, über das Wesentliche nachzudenken und Ihnen Raum dafür zu geben, Ihre Gedanken, Ideen und Erfahrungen mit anderen neugierigen, aufgeschlossenen Individualisten zu teilen". Die großen Fragen des Lebens zu beantworten, Lebenshilfe im besten Sinne zu geben- nichts weniger ist der Anspruch der Londoner "School of life". Die sympathische Einrichtung liegt mitten im Herzen von London, in einem unauffälligen Laden in der Marchmont Street, von außen etwas zu bohemian, um die Seriosität hinter der Fassade zu erblicken; eine Art Buchladen oder Galerie, deren Dimensionen sich erst beim Betreten erschließen. Verkauft werden nicht nur Kunstwerke, Leitfäden in Form von Gedrucktem, sondern workshops, Bildungsferien, therapeutische Angebote. Was sich zuvorderst etwas anfühlt wie Miss-Marple-Strickkurse oder Moorhuhschießen-für-fortgeschrittene-schottische-Landlords ist in Wahrheit das ambitionierteste Projekt Europas. Sophie Howarth, Kuratorin der Tate Modern, gründete 2008 zusammen mit namhaften Autoren, Künstlern und Wissenschaftlern dieses Projekt, das kürzlich von Morgwn Rimel, einer cosmopolitischen Kreativ-Allrounderin übernommen wurde. Für nur 30 Pfund kann man Kurse belegen (inklusive Snack und Drinks) in Sachen Liebe ("Wie notwenig ist eine Beziehung"), Arbeit ("Wie findet man den Job, den man liebt"), Politik ("Wie geht man weise mit Geld um"), Selbst ("Wie wird man cool") und Familie ("Die Kunst, gute Eltern zu sein"). Hinter dem Projekt stecken weitere kluge Köpfe wie die Philosophen Mark Vernon und Nigel Warbuton, die Autoren Tom Hodgkinson, Charles Fernyhough und Rebcca Abrams. Als Botschafter haben sich verdingt: der Philosoph Alain de Botton (unbedingt lesen!!!), Magnum-Fotograf Martin Parr, die Psychoanalytikerin Brett Kahr, Journalistin Rosie Boycott und die Publizisten Patrick Walsh, Toby Mundy und Simon Prosser. Im neuen Programm außer den Tageskursen: 1. Abendschule über die großen Themen des Lebens: Arbeit, Liebe, Politik, Selbst, Familie, Spieltrieb. 2. Ferien Wer etwas abseits von Michelangelos Rom und Yoga-retreats in den Pyrinnäen sucht, kann sich mit Künstlern, Wissenschaftlern und Autoren auf eine innere Reise durch das englische Königreich begeben - die "school of life" garantiert ein Erlebnis jenseits von klimanalagengekühlten Reisebus- Rheumadecken-Erfahrungen. 3.Predigten - Ein absolutes Highlight des Programms, inklusive der hohen Weihen britischen Humors. Beim "Sunday sermon" werden außergewöhnliche, einzelkämpferische Persönlichkeiten der Kulturszene eingeladen, ihre ebenso leidenschaftlichen wie überzeugenden Thesen vorzutragen. Unvergeßlich die Boulletins von Alain de Botton über Pessimismus, von Geof Dyer zum Tema Pünktlichkiet, von Oliver James über Neid und der Amerikanisch-jüdisch-Englischen Komikerin Ruby Wax ex cathedra zum Thema "Liebe Dein Ego!". 4. Bibliotheraphy: Da alle 30 Sekunden ein neues Buch herausgegeben wird, würde man 163 Leben brauchen, um alle Titel auf amazon. de lesen zu können. Deshalb hat die "school of life" einen Service der besonderen Art angeboten: Jene Bücher herauszupicken, die erleuchten und dazu führen können, sein Leben zu verändern. 5. Mahlzeit! Conversation Dinners und Breakfast Club sind zum Austausch inzwischen Kult. 6. Psychotherapy: Immer noch wird Psychotherapie als bizarres Hobby oder Zeitvertreib für Weicheier gesehen. Die "School of life" glaubt jedoch, dass man, jenseits aller klinischen Bedürfnisse, nur profitieren kann, wenn man vertrauensvoll mit außergewöhnlich klugen Profis private Angelegenheit besprechen kann; liebevoll, in einer Athmosphäre der Neugierde und des gegenseitigen Respekts. Bleibt nur noch eine Frage: Warum gibt es kein solches Projekt hierzulande?

Nur eine Frage an... Thomas Demand

21. Februar 2010
http://www.youtube.com/watch?v=pXsRrU5LcYo Stylesublime: Warum eigentlich zerstören Sie Ihre Arbeiten? Thomas Demand: Weil ich Platz brauche. Der gebürtige Bayer Thomas Demand baut bekannte Schauplätze von politischen oder gesellschaftlichen Ereignissen aus Papier und Pappe im originalgetreuen Maßstab in seinem Studio nach und fotografiert die Attrappen-Kunstwerke. Internationale Museen und Sammler (darunter Miuccia Prada) reißen sich um die Foto-Arbeiten des weltberühmten Fotografen/Bildhauers/ Installations- und Illusionkünstlers. Ins kollektive Gedächtnis eingebrannt haben sich sein Tatortfoto eines Badezimmers, das im Zusammenhang mit dem Tod von Uwe Barschel um die Welt ging,  eine Kamerafahrt durch den Tunnel, in dem Lady Di ums Leben kam, und die Darstellung des Oval Office des Amerikanischen Präsidenten.

IT-Bag für den Geist

19. Januar 2010
Vom begehrenswerten Arm-Candy zur cerebralen Bereicherung: Der neue It-Bag des weltweit erfolgreichsten Luxusunternehmens Louis Vuitton (unter fashonistas auch Lou-Vui genannt) ist ein Showpiece, das nicht auf äußere Zierde aus ist, sondern die inneren Werte aufhübscht. "Louis Vuitton - Art, Fashion and Architecture" heißt das Gold für den Geist. Das Coffeetable-Book dokumentiert, wie Kunst und Mode sich kongenial ergänzen und befruchten können und zeigt die Jahrzehnte lange interdisziplinäre Zusammenarbeit von Luxus und einer Elite von Künstlern. Unter den inspirierendsten zeitgenössischen Künstlern, die das moderne Mäzenatentum mit ihrer Strahlkraft den touch of cool and glamour verleihen: Olafur Eliasson, Zaha Hadid, Annie Leibovitz, Vanessa Beecroft, Sylvie Fleury, der Kirschenkünstler Takashi Murakami und natürlich einer der spannendsten Historiker des Jetzt, Richard Prince. Kenner kaufen das VIP-Exemplar im Murakami-Acryl-Schuber. Und geben Nachdenken dem Nagelstudio den Vorzug.
Arm-Candy, Louis Vuitton, Nagestudio