Kategorien
Tags

… und immer gut ausschauen!

20. Dezember 2015
Bildschirmfoto 2015-12-19 um 13.43.33
Spät ankommen, großer Auftritt, schön

Küss'die Hand, Madame!

20. Dezember 2015
Shalimar ist Legende. Ebenso wie der erste orientalische Herrenduft "Habit Rouge", der jetzt 50 wird. Das Luxus-Haus Guerlain hat aus diesem Anlass herrliche Herrenhandschuhe gefertigt (290 Euro), die mit dem zauberhaften Extrakt parfümiert sind. Das außergewöhnliche Pärchen entstand in Zusammenarbeit mit der Manufaktur Agnelle, dem luxuriösesten Handschuhhersteller Frankreichs. Die Noblesse liegt in Vanille- und Ledernoten, vereint mit Patschuli. Damit lässt man sich gern die Hand küssen!  
Handschuhe, küssen, Parfum, Guerlain.

Habt Ihr auch so schwere Handtaschen?

17. Dezember 2015
Entdeckt auf facebook. Mein Beifahrersitz piept ständig….
Handtasche, facebook, Auto

Kroko light!

12. Dezember 2015
Für eine Birkin-Bag aus Kroko bedarf es dreier Alligatoren, heißt es. Andrea Schaeffer, Taschendesignerin aus dem schönen Hamburger Othmarschen, braucht für ihre Entwürfe aus dem exklusiven Material nichts weiter als ein gutes Näschen. Trüffelschweingleich fahndet sie auf Flohmärkten nach Krokotaschen aus den 1950er und -60ern. „Omitaschen“, sagt sie, „so was willste heute nicht mehr haben!“. Zu schwer, zu altmodisch, zu piefig. Aber das Material ist mehr denn je gefragt und im Trend. Sie zerlegt, dekonstruiert, entkleidet das wertvolle Leder von dicker Innenfutter-Pappe, Metallstangen und schweren Rahmen und schneidert aus dem besten Material – „je dünner gegerbt, desto besser die Qualität“ – Handtaschen, die so umwerfend chic und modern sind, dass nicht nur die Damen der Hamburger Gesellschaft zu „kategorischen Vielkäufern“ wurden. Viele „Deutsche im Ausland“, Düsseldorferinnen, Berlinerinnen, Münchnerinnen und „besonders treue Österreicherinnen“ tragen ihn arm candy in die Welt hinaus und werden prompt auf ihre Beute angesprochen. Der magnetischen Wirkung der Trophäen kann sich kaum eine Frau entziehen. Denn die Modelle sind unique – „Unique Bags“ heißt auch die Firma von Schäffer. Jede Tasche ist ein Einzelstück, handgefertigt und kann nach Kundenwünschen individualisiert werden. Da Krokotaschen in der Nachkriegszeit als Statussymbol galten und quasi nur Sonntags zum Kirchgang ausgeführt wurden, sind diese Antiquitäten, also die Ursprungstaschen „nahezu unbenutzt“, sagt Schäffer. Eleganz statt shabby Omi-Chic. Das süße Geheimnis aus dem hanseatischen Nobelviertel wird ungern preisgegeben, Schaeffers Adresse wird gehandelt wie die der besten Dermatologen und Schönheitsoperateure. Was sich neudeutsch upcycling nennt – die Wiederverwertung vorhandenen Materials zu einem Luxusgegenstand – ist für die ehemalige Kunsterzieherin nachhaltiges Geschäftsmodell. Und das boomt. So wie die Modelle aus frischen Materialien; „Insbesondere die Clutches sind ein Renner“. Chinesische Serpentinjadeschnitzerei, Donuts aus Halbedelsteinen, Rosenquarz, Schaumkoralle, - die Deko-Accessoires für Verschlüsse und Taschendeckel – Rochen, Kroko, Echse, Python (alle neuen Materialien aus kontrollierter Tierhaltung, wie Schäffer betont), Segeltuch, Nubuk und Lackleder: In der Werkstatt, die im Othmarschener Wohnhaus liegt, fühlt man sich wie ein Kind im Bonbonladen. Es duftet nach Leder, Kleber, Nähmaschinenöl. Für die Zutaten zu ihren Taschen hat die Designerin ihre Quellen. Die Schwierigkeit: die großen Lieferanten haben Lager so groß wie eine „Metro für Leder, Riesengassen, Gabelstapler, Monsterregale“ und verkaufen nicht an Kleinabnehmer. Mit ihrer umwerfenden Art hat Schäffer sich jedoch eine Fangemeinde herangezogen, die sie individuell bedienen. Da werden schon mal Musterkoffer geplündert oder Restposten von dem berühmten Bottega-Veneta-Flechtleder an sie verkauft (daraus entstand eine Laptop-Tasche). Ihre Lieferkette reicht vom Hamburger Traditionshaus in der Stresemannstraße bis zu Handwerkerläden in den verwinkelten Gassen der Altstadt Barcelonas. „Die verkaufen mir auch mal nur zwei gewünschte Artikel, wo andere Leute Hunderte ordern müssen.“ Der Taschenvirus hat Schaeffer vor rund zehn Jahren auf Sylt gepackt. Dort brauchte sie eine passende Handtasche in dunkelrot für ein bestimmtes Outfit. Nirgends zu finden. Die Handarbeiterin („Ich gab auch mal Nähkurse für Freundinnen“) entwarf und nähte sich prompt selbst ihn Wunschteil. Im Handtaschenfieber produzierte sie zehn verschiedene Modelle, eigentlich, um sie selbst zu benutzen. Sie wurden ihr von Freundinnen förmlich aus den Händen gerissen. Schaeffer begann, das Geschäft zu professionalisieren und so eine Art Homeshopping zu etablieren, ähnlich von Tupperware-Parties für Handtaschen. Heute hat sie eine eigene website (www.unique-bags.de), kein e-commerce-Portal, sondern eine Präsentation ihrer Werke und der unendlichen Möglichkeiten für individuelle Taschen. Persönlicher Kontakt erwünscht. Erwerben kann man die Einzelstück direkt bei Andrea Schaeffer, auf exklusiven Messen oder bei ihrem „flying warehouse“, das sie seit ein paar Jahren etabliert hat (Termine auf den website). Gemeinsam mit vier Manufakteuren, darunter die international renommierte Hutmacherin Elke Martensen, lädt sie zweimal pro Jahr zum Verkaufscocktail. Auch das im Trend: ein exklusiver Pop-up-Store in elegantem privaten Ambiente. Dort stimmt die exklusive Mischung, neben Hut Couture, Schmuck, maßgeschneiderter Nachtwäsche und Cashmere-Decken werden demnächst Vintage-Seidenkimonos, künstlerische Keramik aus Südafrika und Weihnachtsschmuck feilgeboten – in der Hamburger Rothenbaumchaussee 161 (1. Und 2. Dezember, 11-20 Uhr). Kostet eine Birkin aus Kroko gerne mal an die 40000 Euro, zahlt man für einen upcycling-Bag maximal 1500 Euro; Clutches aus anderen Materialien starten bei etwa 500 Euro. Der Clou und das, was die Bags nun wirklich auch unique macht: Man holt sich beim Tragen weder einen Bandscheibenvorfall noch einen Tennisarm. Die modernen Modelle sind federleicht, statt Kilos wiegen sie nur etwa 150 Gramm Kroko. Und: Federleicht ist auch das Gewissen! Krok-Bags von Andrea Schaeffer Krok-Bags von Andrea Schaeffer Artikel in "Stilisten"
Hamburg, Handtaschen, Kroko- Bag, Andrea Schaeffer

Lebensweisheit von Coco

12. Dezember 2015
Wussten wir es nicht schon immer?
Coco Chanel, Männer, Lebensweisheit

Lunch bei Tiffany's

12. Dezember 2015
Neulich in der "Bank" in Hamburg. Tiffany und Talbot & Runhof luden zum Ladie's Lunch. Was für eine hochkarätige Besetzung und was für eine Gaudi! Schön, wenn die Münchner die Hamburger auf Trab bringen!
Tiffany, Talbot & Runhof, Die Bank, Hamburg, Ladies´Lunch, Verona Pooth, bettina Wulff

Meeting modepilot

11. Dezember 2015
Kathrin Bierling von Modepilot.de probiert einen superschweren (ca. 8 Kilo) Rock im Showroom bei Louis Vuitton (Sommersaison).
Louis Vuitton, Modepilot, Kathrin Bierling

Merry Christmas

11. Dezember 2015
Bergdorf Goldmann in New York hat wieder seine berühmten Weihnachtsschaufenster enthüllt. Unter dem Motto "Brilliant holidays" feiert das Luxuskaufhaus den 120. Geburtstag von Swarovski. Die Kristall-Manufaktur hat wieder exklusiv mit diversen Künstler gearbeitet: Der Lüster stammt von Interior Designer Tom Dixon, der Baum u.a. von Alexander McQueen. Die Kristallkleider sind von Badgley Mischka, Naeem, Khan, Alexandra Vidal, Tanya Taylor der Jumpsuit von Alice + Olivia, die Clutches von Edie Parker.
Swarovski, Schaufenster, Weihnachten

Guccissimo

11. Dezember 2015
Alessandro Michele hat für die  Gucci Pre-Fall Collection 2016 wieder aus dem Vollen geschöpft - Was wir vom Designer du jour lernen können: 1. Brillen = Nerds rule. 2. Plissée ist taugt nur mit Wellensittich im Look.
  1. Katzen sind heroes.

  2. So altmodisches Zeug wie Schluppenblusen, Blousons, Plisséeröcke, Hemdblusenkleider und off-shoulder (alles sooooo 1980ies) sind bunt gemischt jetzt der Burner.

  3. Die Frisuren müssen ziemlich dämlich sein - Topfschnitt, Segelohren frei, Plattmach-Mütze drauf - damit man hip ist.

Gucci, Alessando Michele, Schluppenbluse, plissée, Frisur

Meine Kelly, Teil 1

11. Dezember 2015
Unschlagbar: Wohl weltweit einmalig, wer im Pariser Hotel Le Meurice zu Gast ist, bekommt einen eigens von Hermès gestalteten Hocker für die Kelly-Bag zur Verfügung gestellt. Damit der "Kleinwagen" nicht zerkratzt. Das ist liebevoller Luxus.

Meine Kelly, Teil 2

11. Dezember 2015
  So trägt man die Kelly jetzt. mit grooooossem Schloss, gefüllt mit Jour d 'Hermès!        

Als es noch Supermodels gab - die Luxus-Sekte

01. Mai 2015
IMG_0234IMG_0232   Fotos aus meiner Privatsammlung: Cindy Crawford by Margaretha Olschewski; Linda Evangelista by Jim Rakete. Ich wage jetzt ein Experiment: Einen gaaaaanz lange Artikel. Müssen Posts Häppchen sein? Lesen Leser? Wie war es vor Heidi Klum und Germany's Next Topmodel? So, genau so.   „Unter 10000 Dollar stehen wir erst gar nicht auf!“ Ein Satz wie der Überschallknall einer „Concorde“, die Mach Zwei fliegt. Linda Evangelista gab ihn 1990 in einem Vogue-Interview zum Besten. Kein anderes Symbol, kein Foto, keine andere Äußerung bringt so auf den Punkt, was die Ära der Supermodels ausmachte (späte 1980er bis weit in die 1990er hinein): Einen Prominentenstatus, der es mit Hollywood aufnahm, schwindelerregende Honorare, ein an Hybris grenzendes Selbstbewusstsein, Zicken-Alluren und eine Modewelt als Kulisse auf dem Weg zur Label- und Logomania. Die Supermodels waren eine neue Spezies - Glamazonen, die ihr Leben zwischen Luxus und Dekadenz scham- und maßlos zur Schau stellten. Dabei begann der Aufstieg der Schönheiten mit den ebenmäßigen, symmetrischen Gesichtern, den leuchtenden Augen und den perfekten Körpern nicht mit einem Urknall, sondern sehr leise. 1986 arbeitete Steven Meisel, heute einer der größten Modefotografen, für die Britische Vogue. Hairstylist Oribe Canales und Make-up-Artist François Nars schleppten einen kalifornischen Teenager namens Christy Turlington an (sie wurde zuvor mit 13 Jahren bei einem Reitwettbewerb von einem Fotografen entdeckt), die Meisel wegen ihrer makellosen Haut und ihrer Grazie entzückte. Innerhalb weniger Tage stellte sie Meisel ihre britische Freundin Naomi Campell vor; Meisel wiederum brachte die Girls mit einer außergewöhnlich feschen Kanadierin zusammen. Deren Name: Linda Evangelista. Das war die Geburtsstunde der „Trinity“ eines machtvollen und unzertrennlichen Trium-Feminats, das die Szene rocken sollte: Auf den Runways galten sie bald als Sensation. In den New Yorker Nachtclubs riss man sich um Christy, Naomi, Linda – die wahren Supermodels (der Elite-Club umfasste im Lauf der Zeit noch einige mehr) waren unter ihren Vornamen berühmt; Nachname überflüssig. Wie bei einem Syndikat, einer Luxus-Sekte, einem Members-Only-Club gab es eine strenge Hierarchie. Unter der „Trinity“ formierten sich die sogenannten „Big Six“: Neben Linda, Naomi und Christy waren dies Claudia Schiffer, Cindy Crawford und später Kate Moss (Der Muse und Ikone der späten 1990er bis heute schlechthin – ihr wird die nächste Folge dieser Serie gewidmet). In die Riege der Topmodel stiegen u.a. weitere Damen auf, die auf den internationalen Laufstegen und Titelblättern von Modezeitschriften für Furore sorgten: Eva Herzigova (das „Wonderbra“-Model), Nadja Auermann mit ihrem außerweltlich Charisma, Karen Mulder, Amber Valetta, Carla Bruni, Helena Christensen, Tatjana Patitz und Stella Tennant. Die Ausnahme-Frauen besaßen nicht nur eine makellose Schönheit, wurden von der Kamera geliebt, hatten den gewissen „X-Faktor“ (der Begriff wurde damals von Agenturbesitzerin Eileen Ford geprägt), sondern auch Persönlichkeit. Sie konnten mit Leichtigkeit immer neue Rollen und Stile verkörpern; darüber hinaus aber inszenierten sie einen Kult um sich selbst, ihre Kleider und ihren Lifestyle, um die glamourösen Auftritte und Boyfriends (Showbiz oder „just rich“!) jenseits des Jobs. „Supermodels“, so findet man deren Definition verschiedentlich im Internet, sind solche, die dank weltweitem Erfolg selbst berühmt sind und als hochbezahlte Repräsentanten berühmter Couture-Häuser deren Kollektionen präsentieren – auf den Laufstegen, in der Werbung. So fütterte das System sich selbst: Je mehr Covers ein Model auf international renommierten Modezeitschriften vorweisen konnte (bei Naomi und Claudia waren es mehr als 500), desto lukrativer wurden die (Werbe-)Aufträge der Modehäuser und Kosmetikfirmen. Die Supermodels wirkten wie Brandverstärker auf Markenbegehrlichkeiten: Da alle Frauen diesem „Alles-ist-möglich- Ideal nacheifern wollten – oder es zumindest ihren Sehnsüchten entsprach – verkauften sich jene Zeitschriften besser; und um die jeweilige Mode entstand ein Hype. Die Designer wetteiferten um noch exuberantere, flamboyante hyper-sexy Kollektionen. Allen voran das Haus Versace (später „Dolce & Gabbana“, „Prada“ für die Intellektuellen, „Gucci“ etc). Die Versace-Defilees waren theatralische Performances, pompös, orgiastisch, maßlos. Ein Schock für die Armani-Anhänger, der in den 1980ern den so genannten Powerlook erfunden hatte. Er revolutionierte die Mode, indem er Herrenkleidung Sanftheit und Damenkleidung eine maskuline Note verlieh. Der Durchbruch kam mit dem Film „American Gigolo“ (1980) mit dem damals noch unbekannten Schauspieler Richard Gere, der einen narzisstischen, dandyhaften Parvenu spielte – von Kopf bis Fuß in Armanis casual Business-Chic gekleidet. Armani-Anzüge wurden fürderhin in einem einzigartigen Siegeszug zum Must junger, erfolgreicher, urbaner Karrieristen und /-innen – der damals aufstrebenden „Yuppies“ - die Marke Armani zum Statussymbol für Alpha-Männer und -Frauen. Und nun das. Eine Zeitenwende. Anhänger des sleek Chick fanden „Versace vulgär“. Die neue Kleider-Prahlerei, bunt, extravagant, supersexy, beurteilte der Kurator des Metropolitan Museum in New York, Richard Martin im Rückblick so:„Gianni Versace entwarf für das Begehren.“ Er war damit am Puls der Zeit. Süchtig machende Lust an der Mode passte in den Zeitgeist – der züchtete die „Fashion victims“. Alle Spielarten von Begehr – von sexueller Selbstdarstellung über den Aufstieg der Droge Kokain bis hin zu Gier und Skrupellosigkeit der Banker waren Leitthemen – als Meilensteine jener kulturellen Entwicklung gelten heute noch der Kino-Film „Wall Street“ und Brett Easton Ellis 'Buch „American Psycho“. Den Soundtrack lieferten Dancefloor- Ikonen wie Madonna („Material Girl“), Michael Jackson, Prince. Auch die Medien gerieten in eine Art Rauschzustand: Unzählige Billboard- und Zeitschriften-Annoncen entstanden mit den Supermodels, weil die Labels von deren Glamour zu profitieren gedachten. Deren Gagen stiegen skandalöse Höhen. Das Phänomen „Supermodels“ diente nicht nur Zeitschriften und Modefirmen; es entstand ein Multimillionen-Business, das auch die Model-Vermarktung einschloss: die damals machtvollen Model-Agenturen. Deren Motto: „Ja, Ihr könnt Cindy Crawford haben. Aber nur auf dem Cover.“ Oder „... nur zu dem und dem Tagessatz“. Dieser landete schon bald in Größenordnungen von 100 000 Dollar. Zweistellige Millionen-Jahresgehälter waren die Norm für die begehrlichen Begehrenswerten. Wie viel Power die Girls schon in ihren Anfängen hatten, zeigt eine Anekdote von Naomi Campbell. Kurz vor ihrem 16. Geburtstag erschien sie schon auf dem Cover der britischen „Elle“. Es folgten Runway-Engagements bei Versace, Azzedine Alaïa und Isaac Mizrahi. Berühmte Fotografen rissen sich um sie: darunter Peter Lindbergh, Herb Ritts und Bruce Weber. Als „Dolce & Gabbana“ sie nicht buchen wollten und Naomi sich diskriminiert sah – zickten Turlington und Evangelista und zwangen die Italiener mit dem einfachen Satz: „Wenn ihr sie nicht nehmt, bekommt ihr uns auch nicht.“ Basta. Sie war erstes schwarzes Covergirl auf der französischen Vogue (1988) - nachdem ihr Vertrauter und Mentor Yves Saint Laurent gedroht hatte, seine Anzeigen zurückzuziehen; er arbeite nicht mit diskriminierenden Magazinen. Der Moment, der den Start des Phänomens „Supermodel“ definierte, kam erst im Januar 1990, als Fotograf Peter Lindberg das unvergessliche Cover für die Britische Vogue schoß. Darauf in schwarzweiß: Naomi, Linda, Tatjana Patitz, Christy und Cindy Crawford. In der Folge verewigte sie sogleich George Michael in seinem Hit „Freedom! (ebenfalls 1990). Mit dem neuen Kult-Fernsehsender MTV, seinen Musikvideos und celebrity-Shows erhielt die Berühmtheit der Glamazonen einen weiteren Vitaminstoß. Sie traten in Cindy Crawfords „house of style“ (MTV 1989-1995) auf, wurden in Talkshows, Filmen, Soap-Operas, Musikvideos (Chris Isaaks „Wicked Game“ mit Helena Christensen galt als erotischstes Video aller Zeiten) und Designer wurden nicht müde, das Image ihrer Schätze zu polieren. Karl Lagerfeld, der Claudia Schiffer zum Gesicht für Chanel gemacht hatte, begeisterte sich auch für Linda. Wie eine Stradivari sei sie, unvergleichlich mit jedem anderen Instrument. Models bekamen Beinamen. Elle MacPherson war „The Body“, Linda „das Camäleon“, weil sie in fünf Jahren fast zwei Dutzend verschiedene Frisuren und Haarfarben trug – ihre Karriere hatte erst abgehoben, nachdem Fotograf Peter Lindbergh ihr einen Kurzhaarschnitt verpassen ließ. Zu den Ausschweifungen gesellten sich irgendwann Irritationen. Naomi war nicht mehr nur für ihren Look berühmt, sondern auch deshalb, weil sie zu Sozialarbeit und Aggressionsbewältigungskursen gerichtlich verurteilt wurde. Pöbeleien, Schlägereien, Angriffe aufs Personal mit Telefon und Blackberry, das Bespucken von Polizisten wurden Teil ihrer öffentlichen Persona. Andere Supermodels wurden zickig, wollten nur noch in Private Jets fliegen, verlangten Mond-Honorare. Oder erschienen gleich gar nicht am Set oder bei den Schauen. Die Labels hatten genug: Sie wollten, dass wieder ihre Kleider die Stars sind, keine Frauen, die sie präsentieren. 1995 gründeten Christy, Naomi, Claudia Schiffer und Elle MacPherson ein von der „Planet Hollywood“ –Idee inspiriertes „Fashion Café“. Ein Riesenflop. Irgendwie konnten die Besucher wohl dünne Models nicht mit dem Thema „Essen“ zusammenbringen. Das System Supermodels hatte sich überhitzt. Zu teuer die Schauen und deren Protagonistinnen. Dazu kam, dass sich die Mode veränderte: Grunge, Purismus, Minimalismus und Street Style lösten den schwummerig-schrillen Neobarock ab. Claudia Schiffer, die heute schöner ist denn je, und immer noch Covers ziert, brachte es auf den Punkt: „Supermodels, so wie wir es waren, gibt es heute nicht mehr.“ Das sehen die meisten ihrer damaligen Mitstreiterinnen wohl ähnlich. Sie haben sich ins Privatleben zurückgezogen, Familien gegründet, den ein oder anderen lukrativen Werbedeal als Nebeneinnahme. Außer einer. Die heute fast 50jährige Linda Evangelista scheint ihren Geld-Maximen aus den 1990ern noch treu zu sein. Seit bekannt wurde, ihr unehelicher Sohn Augustin James sei das Kind des Milliardärs François-Henri Pinault, PPR-Unternehmer und Gatte von Salma Hayek, verblüffte sie Gegenanwälte und Richter mit einer enormen Unterhaltsforderung: Sicherheitspersonal, Chauffeur, Nannies – für unter 46000 Dollar im Monat könne sie ihr Kind unmöglich versorgen.

Flauschangriff

27. April 2015
Zur Zeit werden meine Freunde zwangsbeglückt. Mit Kaschmirsocken. Der nette Valentin von Arnim hat mir aus seiner Fabrik in Italien kunterbunte Reste geschickt, aus denen ich achtfädige Puschen stricke. Warum? Eine Therapie, um weniger zu rauchen, Freunden etwas schönes zu tun, meditativ versinken und dabei Erfolgserlebnisse haben.   Da es immer mehr Billigware auf dem Markt gibt: Als Service ein Interview mit Andrea Karg, Chefin von "Allude", der Couture-Kaschmirmarke. Andrea Karg     Der Markt wird zur Zeit mit Günstig-Kaschmir überflutet. Eigentlich gut für den Verbraucher, oder? Das ist wie beim Weinkauf. Von einem Bordeaux für zehn Euro können sie nicht erwarten, dass er wie einer für 100 Euro schmeckt. Woher weiß ich, ob ich ein Schnäppchen oder eine Milchmädchenrechnung mache?Oh, das ist für den Laien in der Tat schwer zu erkennen. Qualitäts-Kaschmir wird zum Beispiel durch Waschen und mit der Zeit immer besser. Versuch macht klug? Das kann teuer werden... Grundsätzlich würde ich beim Kauf von zu weichem "flauschigem" Kaschmir abraten. Der fertig gestrickte Kaschmirpulli ist nämlich zunächst hart und wird erst durch Waschen am Ende des Produktionsprozesses weich. Um das zu erreichen wird dem Wasser ein spezieller Weichspüler beigefügt. Ist die Dosierung zu hoch, wird die Faser zu sehr aufgelöst, eben flauschig. Dies kann insbesondere bei zu geringer Stapellänge zu schnellerem „pilling“ führen – der Pulli fusselt und bildet Knötchen. Das ist das ganze Geheimnis? Es gibt noch einen Insider-Tipp: die Riechprobe. Riecht der Pulli noch ein wenig nach Ziege, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass er schonend gefärbt wurde. Das wirkt sich positiv auf die Haltbarkeit aus. Woher kommt der beste Rohstoff ? Über 80 Prozent der Weltproduktion kommt aus China, ca. acht Prozent aus der Mongolei, der Rest verteilt sich auf verschiedene Länder mit Hochgebirgslagen über 3000 Meter. Der Flauschangriff mit Günstig-Kaschmir fühlt sich etwas inflationär an. Ist der Rohstoff nicht natürlich begrenzt? Im Unterschied zu Schafen, die geschoren werden, werden die Kaschmirziegen gekämmt, um das wertvolle Unterhaar zu gewinnen. Dieses liegt nicht, wie viele glauben, unter dem Bauch, sondern unter dem Haupthaar selbst und von dort wird es herausgelöst. Die Weltproduktion an Kaschmir liegt bei ca. 15000 Tonnen im Jahr. Schafwolle im Vergleich: Da sprechen wir von 1,5 Millionen Tonnen. Es fällt auf, dass z.B. ein und dasselbe Jäckchen in jeweils anderen Farben sich unterschiedlich anfühlt. Woher kommt das? Nichts beunruhigendes – das liegt an der unterschiedlichen Zusammensetzung der Färbemittel. Dunkle Farben fühlen sich grundsätzlich härter an als helle. Einfädig, zweifädig, zehnfädig - was ist am besten? Die Qualität ist von der Fädigkeit unabhängig. Je mehr Fäden, also je dicker und luxuriöser, umso teurer das gute Stück. Ihr Hausfrauentipp bitte: Wie habe ich am längsten etwas von jenem guten Stück? Es unbefangen dem Wollwaschgang der Waschmaschine anvertrauen; höchstens 30 Grad, besser noch Kaltwäsche. Danach für einige Sekunden anschleudern und es liegend auf einen Handtuch trocknen lassen.

Nimm zwei

27. April 2015
„In der Konsumentin zeigt sich noch immer diese stille, triumphale Genugtuung der Sammlerin, die in ihrem Korb etwas heimbringt. Daraus ist dieses mysteriöse weibliche Universal der Handtasche entstanden. Ein Mann ohne Speer oder ohne Ball, das geht ja noch, aber eine Frau ohne Handtasche, das ist wider die Natur.“ Sagt Peter Sloterdijk, der olle Philosoph und schlaue Fuchs. Harte Schale, softer Kern. Der Trend geht zur Zweittasche. Im Innern der schönen bags befindet sich ein Geheimleben, das befreit werden will: ein zweiter Shopper. Aktuelle die Herrentasche cabacity von Hermès. Bei den Münchner Pressetagen fielen uns auch noch die herrliche bag aus Ponyfell bei Boss auf sowie die bonbonbunten Henkentäschchen von Prada (beides Herbst-/Winterkollektion 2015).   Cabacity Cabacity     IMG_0166   IMG_0168     IMG_0154
Hermès, Cabacity, Tasche für Männer

Aufgeschnappt - fashionista's finest

01. März 2015
Coco Chanel (Foto: PR). Diese Woche abgelauscht:

"Solange kein Mensch eine dunklere Farbe erfindet, werde ich schwarz tragen."

Zitat einer unbekannten fashionista, wahrscheinlich war es der Geist von Coco Chanel.  

Black magic - no other options!

14. August 2010
Das "Black Album" von Prince, die Black Box, the old black magic called love...Keine Farbe hat mehr Geheimnis, Macht, Mythos. Deshalb ist sie in der Mode immer wieder de rigeur. Das Dunkle zieht uns an... SO BLACK heißt das neue Hermès-Liebesgift (6 verschiedene Modelle, Lederarte Boxcalf und mattes Krokoleder) • Tasche Kelly Bag in den Größen 32 und 35 – ab ca. 5.350 € • Tasche Birkin Bag in den Größen 30 und 35 – ab ca. 5.950 € • Abendtasche Kelly Mini – ab ca. 2.900 € • Abendtasche Kelly Cut – ab ca. 3.100 € • Stiefel Jumping – ca. 1.750 € • Gürtel Josephine – ca. 590 € Die Linie SO BLACK ab Oktober 2010 in den Hermès Boutiquen. Metallarbeiten und Verpackung: Natürlich finsterstes Schwarz! KOMMEN SIE MIR BLOSS NICHT MIT ANDEREN BANALITÄTEN!

Karl's calling

10. Mai 2010
[embed]http://www.youtube.com/watch?v=rmaur2KyEps[/embed] Natürlich tanze ich gerne. Aber: Wo Du schon mal da bist... Date mit Karl: Dienstg, 11. Mai. 19.30 Uhr. www.chanel-news.com

Shanghai Surprise

02. Mai 2010
Einmal die Nummer 5 bitte, ja Weltausstellung Shanghai. Wie? Vergriffen? Ich stehe auf der Liste!!!

Alte Schachteln?

01. Mai 2010
Wahrheiten vergehen, der Stil bleibt. Nicolás Gómez Dávila Talking about style, mes chères amies! Aus Mangel an kreativen Ideen steigen heutzutage viele Designer in die Archive. Allein: Es läßt uns kalt. Weil der Bezug zu heute fehlt (hey, girls wanna have fun!) oder das Bewußtsein für Stil (siehe Foto von 1913, so cool!). Jede Wette, wenn Madame Chanel heute leben würde, wäre sie die erste online-Pionierin gewesen.

Postkarten-Schönheiten

01. Mai 2010
Von Mitte Mai an präsentiert Miuccia Prada ihre "Prints collection", Kleider und Taschen mit historischen Drucken aus den Prada Archiven. Die Motive: Postkarten-Prints im Stil der 50-er Jahre. Wish you were here...(hat jemand die Anspielung verstanden?).